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Pflanzengift Glyphosat

Ökologische Alternativen

Welche ökologischen Alternativen gibt es für Haus- und Kleingärten?

Für Haus- und Kleingärten gibt es eine Reihe von bewährten, giftlosen Alternativen zu Glyphosat. Unerwünschte Pflanzen können mechanisch durch Jäten oder Fugenkratzen entfernt werden. Eine weitere Möglichkeit wäre eine thermische Entfernung der Pflanzen durch heißes Wasser, Dampf oder Heißluft. Unerwünscht begrünte Flächen könnten auch mit Stroh-, Heu- oder Rindenmulch (nicht zu dicht, ansonsten in nassen Monaten ein Paradies für Schnecken) abgedeckt werden. Ein weiterer Tipp ist zu überprüfen, ob die unerwünschten Pflanzen auch essbar wären, wie etwa Brennnessel, Giersch und Löwenzahn. Damit können die unerwünschten Pflanzen im frühlingshaften Salat genossen werden. Das Pflanzen von Mischkulturen reduziert unerwünschte Beikräuter und fördert gleichzeitig die Biodiversität unserer Kulturlandschaft. Ebenso kann eine sinnvolle Fruchtfolge im Garten zur Reduktion von Beikräutern führen. Unser Tipp lautet auch beim Anlegen von neuen Strukturen darauf zu achten, naturbelassene Flächen einzubeziehen. Durch das Pflanzen von Blüh- und Wildpflanzen können Insekten, Bienen, Wildbienen und Schmetterlinge gefördert werden, was auch mit einer erhöhten Kirsch- oder Marillenernte belohnt wird.

Verzichten Sie auf den Einsatz von Glyphosat im Garten oder in Ihrer Wohnanlage, denn es schädigt Ihre Gesundheit und die Umwelt!

Welche ökologischen Alternativen gibt es in der biologischen Landwirtschaft?

In der Landwirtschaft darf die Anwendung von Glyphosat keine Standardmaßnahme in Ackerbausystemen bleiben. Dass es auch ohne Glyphosat und chemisch-synthetische Pestizide geht, zeigt die biologische Landwirtschaft. Beim biologischen Pflanzenschutz ohne chemisch-synthetische Pestizide wird auf einen ganzheitlichen Ansatz gesetzt – das heißt, dass die Summe aller Maßnahmen zum gewünschten Erfolg führt. In der biologischen Landwirtschaft heißt das Vorbeugen, Selbstregulieren und natürliche Substanzen einsetzen. Konkret bedeutet das: die richtigen Pflanzen am richtigen Ort unter Einhaltung einer Fruchtfolge, die einem übermäßigem Beikrautaufkommen vorbeugt, einen gesunden und aktiven Boden erhält und Schaderregern die Möglichkeit zum Fortbestand am Standort nimmt. Wenn nötig, wird bei der Unkrautregulierung dabei auf mechanische und thermische Verfahren zurückgegriffen. Es können auch naturstoffliche oder mikrobielle Pflanzenschutzmittel (z.B. Mikroorganismen, Lockstoffe) im Biolandbau eingesetzt werden; diese sind nach der EU-Bioverordnung festgelegt. Durch dieses komplexe Pflanzenschutzmodell wird die Umwelt entlastet, die Gesundheit der Menschen gestärkt und die biologische Vielfalt vermehrt. Darüber hinaus wird die Abhängigkeit der Bauern und Bäuerinnen von Chemiekonzernen gebrochen.